Burnout-Schutzfaktoren
Nicht alle Menschen, die unter hohem Druck stehen, eerleben einen Erschöpfungszustand. Was schützt sie? Welche Faktoren machen Menschen widerstandsfähiger gegenüber Erschöpfung? Diese Frage ist zentral – sowohl für die Prävention als auch für die Behandlung.
Resilienz – seelische Widerstandskraft
Salutogenese – Schutzfaktoren stärken
Wichtige Schutzfaktoren
- Soziale Unterstützung: Enge, vertrauensvolle Beziehungen zu Familie, Freunden, Kollegen sind der wichtigste Schutzfaktor überhaupt.
- Sinnerleben in der Arbeit: Wer einen persönlichen Sinn in dem sieht, was er tut, ist deutlich widerstandsfähiger.
- Selbstwirksamkeit: Das Gefühl, Einfluss auf die eigene Situation zu haben und Probleme lösen zu können.
- Emotionsregulation: Die Fähigkeit, mit negativen Gefühlen umzugehen – sie weder zu unterdrücken noch von ihnen überwältigt zu werden.
- Körperliche Gesundheit: Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung.
- Grenzen setzen können: Die Fähigkeit, “Nein” zu sagen – ohne Schuldgefühle.
- Ausgleich und Erholung: Hobbys, Interessen außerhalb der Arbeit, Zeiten echter Erholung.
- Selbstreflexion: Die Bereitschaft, die eigenen Muster, Antreiber und Überzeugungen zu hinterfragen.
Schutzfaktoren sind erlernbar
Viele der genannten Schutzfaktoren sind keine Persönlichkeitseigenschaften, die man entweder hat oder nicht hat. Sie können bewusst entwickelt und gestärkt werden – oft mit psychotherapeutischer Unterstützung. Das ist ein wesentliches Ziel der Burnout-Behandlung.
Was Unternehmen tun können
Verantwortung für Schutzfaktoren liegt nicht nur beim Individuum. Organisationen können viel tun: klare Rollen und Aufgaben, Handlungsspielraum für MitarbeiterInnen, wertschätzende Führungskultur, angemessene Ressourcen für die gestellten Anforderungen. Burnout ist auch ein systemisches Problem.
Mehr zur Vorbeugung finden Sie unter Prävention.