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Endlich, die zeitgemäße Burnout-Therapie gefunden!

 

Bild: Tango als GesundheitsfaktorOktober 2009

Wie kürzlich im Rahmen einer kleinen Studie (n=22) festgestellt wurde, soll sich Tangotanzen positiv auf den Cortisol Spiegel (messbar im Speichel) auswirken. Das heißt, die dabei gehörte Musik senkt den Stresshormonspiegel und durch den PartnerInnenkontakt geht dafür der Testosteronpegel in die Höhe. Eine Ideale Kombination, um ein drohendes Burnout zu bremsen. Als "Therapie der Wahl" vielleicht nicht so treffsicher. Wer es nachlesen will: >> Artikel von Cynthia Quiroga Murcia, MSc

Anders gesehen, wer von Ihnen bereits Folgendes macht:

  • regelmäßig aus dem Haus und unter die Leute gehen,
  • sich täglich (2 Stunden?) Zeit zum Tanzen nehmen,
  • sich dem Genuß von Musik hingeben,
  • eine/n PartnerIn hat und mit ihm oder ihr leidenschaftlich werden kann -...
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    ... tut seiner Gesundheit in jedem Fall Gutes und schützt sich damit vor Burnout. Mit und ohne Speichelmessung! Also, lassen Sie sich das Tanzen nicht verbitte(r)n.

     


     

    Beinbruch - oder "let's have a burnout"(?)

    Bild: Brennbare Substanz Jänner 2009

    Wenn im Gespräch mit ArbeitskollegInnen in der Firma das Stichwort Burnout fällt, nicken die einen wissend, andere verdrehen ihre Augen nach oben, ein paar werden immer nachdenklich. Es kann eine Polarisierung beobachtet werden. Die Zweifler versus die Besorgten, die VerharmloserInnen gegen die Betroffenen.

    Wie kann es denn heutzutage so viele Burnout Betroffene in dieser Firma geben?

    Muss jede auftretende berufliche Sinnkrise gleich mit einer Diagnose versehen werden?

    Nein, darum ist damit auch nicht immer Burnout gemeint. Solange (Ihre) Bordmittel zu einer passenden Veränderung ausreichen und die Lösung nicht zu lange Zeit benötigt, dann ist das kein Burnout.

    Verglichen mit einem Knochenbruch, der bei guter medizinischer Versorgung in einem erwartbaren Zeitrahmen wieder verheilt sein wird. Im Normalfall entsteht daraus keine bleibende Behinderung - wohl aber ist die Verletzung noch eine Weile zu spüren.

    Das hat es also immer schon gegeben, den leistungsbezogenen oder sinn /kraft /motivationalen "Beinbruch". Er motiviert zum Innehalten, Umdenken, Pausieren, die eigenen Lebensrollen neu überdenken, zum Bezweifeln von zu hohen Zielsetzungen, zur Besinnung auf Wichtiges.

    Trotzdem gilt, wenn diese Einschnitte (wenn die Energie aussetzt) wahrgenommen werden, ist dies die beste Prävention vor dem "großen Burnout".

    I/2009 M. Geiger, Psychotherapeut

     


     

    Burnout im globalen Zusammenhang

    Bild: Brennbare SubstanzOktober 2008

    Beschleunigtes wirtschaftliches Wachstum, wachsender Effizienzdruck bei gleichzeitig sonst drohendem Arbeitsverlust, Kürzungen, Personal- und Zeitmangel, wohin führt das?

    Rohstoffe werden sicher ihrem Ende zugehen, Niedriglöhne haben Schmerzgrenzen, die Globalisierung wird bald vollzogen sein. Immer mehr Menschen spüren, dass ihre persönlichen Grenzen überschritten sind (werden). Vorher läuten die Alarmglocken!

    Burnout hat begonnen, indem durch Einsatz persönlicher Ressourcen mehr ausgegeben wird, als durch Erholung wieder hereinzubringen ist. Es ist eine Art Raubbau.

    Burnout betrifft Individuen, hat aber auch viel mit dem Umfeld und unserem kulturellen Kontext zu tun. Der soziale und wirtschaftliche Zusammenhang in dem wir derzeit leben, kann persönliches Ausbrennen fördern. Es ist daher wenig verwunderlich, wenn Burnout auch häufiger auftritt oder jedenfalls mehr wahrgenomen wird. Alle Lebens- und Arbeitsbereiche, in denen Menschen mit Menschen zu tun haben können von Burnout betroffen sein. Vermutlich ist es die vermehrte Aufmerksamkeit, die es so erscheinen läßt, als gäbe es mehr burnout Betroffene.

    X/2008 M. Geiger, Psychotherapeut