Bewegung

Bewegung steht hier als Synonym für

  • leicht zugänglichen Sport (Laufen, Gehen, Nordic walking
  • entspannende Körperübungen, die Achtsamkeit (wieder)bringen,
  • Körperarbeit nach Feldenkrais,
  • Körpermeditationsformen (Chi Gong, Tai Chi) etc.
  • Körperorientierte Psychotherapieformen wie z.B. konzentrative Bewegungstherapie)
  • nicht zu vergessen: Tanz in allen Variationen.
  • im Raum Wien finden Sie hier ein Bewegungscoaching.

Bewegung und Spiel gegen BurnoutKeinesfalls ist damit Leistungssport gemeint oder körperliche Betätigung um Kalorien zu "verbrennen" oder um noch schneller - besser - härter zu werden.

Bewegung erfolgt günstigerweise ohne Pulsuhr jedoch mit dem Ziel, die Grenzen zu achten. Auch spielerische Bewegungsformen sind zulässig.

 

 

Wirkprinzipien von Bewegung

  1. Bewegung fördert die Entgiftungsprozesse, indem die Bildung von Enzymen angeregt wird, die Schadstoffe und Stoffwechselabfälle abbauen und damit den Körper entlasten.
  2. Der Stresshormon-Pegel (z.B. Adrenalin) wird nach vorübergehendem Anstieg stärker abgesenkt als ohne Sport.
  3. Die erhöhte Stoffwechselaktivität führt zu vermehrter Fettverbrennung. Hierbei sind folgende Stoffe beteiligt: Das HGH/Wachstumshormon wird mit Sport vermehrt gebildet und wirkt u.a. fettverbrennend: Der vorübergehende Cortisol / Testosteron / Adrenalinanstieg durch Sport führt zu einer gesteigerten Fettverbrennung.
  4. Bewegung lenkt die Konzentration von den Tagesereignissen weg auf die körperliche Anstrengung. Die Freisetzung von körpereigenen Opiaten durch Sport kann ein "Glücksgefühl" erzeugen, was sich erst nach längeren Bewegungsphasen einstellt. Dies gilt auch für langsames (UND langzeitiges) Bewegen.
  5. Körperaktivität schafft natürliche eine Entspannung und Müdigkeit.
  6. Achtsamkeit kann geübt werden - Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt - ein probates Mittel gegen "multitasking" (Zu Vieles zugleich tun)

 

Heilkraft von Laufen in Bezug auf psychische Befindlichkeit

Buchcover: Laufen und Joggen fuer die PsycheNachlese: Ulrich Bartmann Joggen und Laufen für die Psyche – Ein Weg zur seelischen Ausgeglichenheit

 

Wichtig beim Langsam-Laufen

Es geht nicht darum, dass der gestresste Mensch abends zusätzlich sein Laufprogramm "herunterrattert" und sich damit nochmals überfordert.

Auch ist es nicht zielführend, frühmorgens (wer Schlafstörungen hat, nutzt vielleicht auch noch diese Nische aus) loszurennen, um sich für die Arbeitsanforderungen zu stählen. Damit noch mehr Energie in die Arbeit fließt.

Vielleicht wird es anfangs eine Überwindung sein, die vom Erfolgserlebnis abhängt. Daher: langsam loslaufen.

Sinn und Zweck der Übung ist:

  • langsames und maßvolles Bewegen (mit 60% Kraft / Puls)
  • bewußtes Bewegen, mit allen Sinnen dabei zu sein,
  • die Gedanken auf den Lauf zu fokussieren,
  • Beanspruchung der großen Muskulatur,
  • zum Schwitzen kommen, aber nicht völlig außer Atem sein,
  • Alarmsignale achten (Schmerz, zu hoher Puls, Luftmangel),
  • vom Laufen herunterkommen, "abtraben",
  • nach einem Lauf soll sich Wohlbefinden einstellen,
  • Ruhetage einlegen,
  • das ganze Jahr über laufen,
  • langsames und langes Laufen üben, Ziel: 45-60 minuten/Lauf und dies 2x wöchentlich.
  • Es kann auch sehr hilfreich sein, sich von erfahrenen LäuferInnen begleiten zu lassen oder sich an LauftherapeutInnen zu wenden. Wem es passt, der läuft in Gesellschaft und beugt damit der sozialen Isolation vor.